{"id":555,"date":"2020-03-12T03:53:39","date_gmt":"2020-03-12T01:53:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kreisquadratur.at\/wordpress\/?p=555"},"modified":"2021-07-07T23:20:18","modified_gmt":"2021-07-07T21:20:18","slug":"g-he-n-t-er-m-a-n-i-fest-o","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kreisquadratur.at\/wordpress\/?p=555","title":{"rendered":"G he NT         M a N I fest o! Milo Rau"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Het Manifest van Gent\/ The Ghent Manifesto\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/270693465?dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"980\" height=\"551\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Zehn Thesen f\u00fcr ein Theater des 21. Jahrhunderts<\/p>\n\n\n\n<p>1. Es geht nicht mehr nur darum, die Welt darzustellen. Es geht darum, sie zu ver\u00e4ndern. Nicht die Darstellung des Realen ist das Ziel, sondern dass die <strong>Darstellung selbst real<\/strong> wird.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Theater ist kein Produkt, es ist ein <strong>Produktionsvorgang<\/strong>.               Recherche, Castings, Proben und damit verbundene Debatten m\u00fcssen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich sein.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Die Autorschaft liegt vollumf\u00e4nglich bei den an den Proben und <strong>der Vorstellung Beteiligten<\/strong>, was auch immer ihre Funktion sein mag \u2013 und bei niemandem sonst.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Die w\u00f6rtliche Adaption von Klassikern auf der B\u00fchne ist verboten. Wenn zu Probenbeginn ein Text \u2013 ob Buch, Film oder Theaterst\u00fcck \u2013 vorliegt, darf dieser maximal <strong>20 Prozent<\/strong> <strong>der Vorstellungsdauer <\/strong>ausmachen.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Mindestens ein Viertel der Probenzeit muss <strong>au\u00dferhalb eines Theaterraums<\/strong> stattfinden. Als Theaterraum gilt jeder Raum, in dem jemals ein St\u00fcck geprobt oder aufgef\u00fchrt worden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>6. In jeder Produktion m\u00fcssen auf der B\u00fchne mindestens                           <strong>zwei verschiedene Sprachen<\/strong> gesprochen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>7. Mindestens zwei der Darsteller, die auf der B\u00fchne zu sehen sind, d\u00fcrfen <strong>keine professionellen Schauspieler <\/strong>sein. Tiere z\u00e4hlen nicht, sind aber willkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>8. Das Gesamtvolumen des <strong>B\u00fchnenbilds <\/strong>darf<strong> 20 Kubikmeter<\/strong> nicht \u00fcberschreiten, das hei\u00dft eines Lieferwagens, der mit einem normalen F\u00fchrerschein gefahren werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>9. Mindestens eine Produktion pro Saison muss in einem Krisen- oder Kriegsgebiet <strong>ohne kulturelle Infrastruktur <\/strong>geprobt oder aufgef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>10. Jede Inszenierung muss an mindestens <strong>10 Orten<\/strong> in mindestens                 <strong>3 L\u00e4ndern<\/strong> gezeigt werden. Vor Erf\u00fcllung dieser Zahl darf keine Produktion aus dem Repertoire ausscheiden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zehn Thesen f\u00fcr ein Theater des 21. Jahrhunderts 1. Es geht nicht mehr nur darum, die Welt darzustellen. Es geht darum, sie zu ver\u00e4ndern. Nicht die Darstellung des Realen ist das Ziel, sondern dass die Darstellung selbst real wird. 2. Theater ist kein Produkt, es ist ein Produktionsvorgang. 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