Maha Karuna oder we are NOT part of my Liebesleben

„Willkommen in meiner Welt. Kommen Sie, ich nehme Sie mit auf eine Reise zu den Untiefen des Todestriebes, zu einer Freifahrt in die Selbstverletzung, zum heiteren Sezieren meiner Befindlichkeiten. Treffen Sie meinen Lieblings-Selbstmordattentäter: Mich! Werden Sie Zeuge einer brüchigen und ephemeren Existenz. Ich führe sie durch dieses schwindelerregende Labyrinth, an die SchmerzGrenze, der eigenen Widerstände. Es geht um alles, oder um nichts, Selbstverbrennung inklusive, wie das Leben und die Liebe eben so spielen.“

Ein Hörtheaterstück von Theater KreisQuadratur

mit: Katrin Grumeth
stumme Figur: Wanda Buschmann | Gesang: Gloria Amesbauer | Stimme aus dem Radio: Julia Cencig |

Konzept/Musik/Regie: Michael Renath | Text/Dramaturgie: Tanja Peball |

Bühne/ Raum: Hanno Fröhlich | Toneinrichtung/Tontechnik: Sabrina Makula | Kostüm: Wanda Buschmann | Maske: Julia Gajdul | Regieassistentin: Anna Flament | Teamassistenz: Cornelia Schobert

am 8. und 9. November 2016, 20.00 Uhr, Kosmos Theater Wien

Link zu den Trailern

Goldberg_Variations/Mariie Choinard

https://www.youtube.com/watch?v=zRpdpoYp1IE
eine geistig total verkrüppelte und deformierte gesellschaft, in welcher sich extensionen als geeigneter ersatz für körperliche anwesenheit bewährt haben, in welcher ein körper an sich gar nicht mehr anwesend zu sein braucht: in dieser performance wird die perfektion des körpers dekonstruiert, sein funktionieren überprüft und hinterfragt. eine ehrliche und tiefgründige kritik an einer „umgeformten“, „dementen“, also geriatrischen und geschichtsvergessenen gesellschaft, die auf dauer absolut lächerlich wirkt. an den kommentaren auf youtube kann es abgelesen werden: volltreffer. und getroffen wird doch niemand gerne und herumtorkeln so angeschossen, seine wunden offen zeigend.

Audi!

Für den Kurzhörspielwettbewerb auf Ö1 „track 5“ haben wir zwei Hörspiele produziert, die wir nun auf Soundcloud gestellt haben!

Schönes Hörerlebnis!

 

Wir lesen! Kommt zahlreich!

Am 20. März um 20.00 im Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30

„Solipsismen – rien ne va plus“ – ein performativer Abend mit Kurzstücken und Stückfragmenten zum Thema Einsamkeit, Isolation, Anfangen und Beenden und Allem was dazwischen liegen kann. Ergänzt und kontrastiert von Tangokompositionen, Sounds und Geräuschen, die das Ereignis zu einem intensiven Textklangkörper formen werden.

20. März um 20.00 im Literaturhaus Graz, Elisabethstrasse 30

Es lesen: Tina Haller und Heinrich Baumgartner

Kompositionen und Livemusik: Michael Haslinger
Texte und direction in progress: Susanne Lindlar
Texte, Dramaturgie und Projektionen: Tanja Peball
Licht- und Tontechnik: Sabrina Makula
Grafik, Gastrotherapie, etc.: Hanno Fröhlich

Eintritt freiwillige Spende! Für das leibliche Wohl ist in der Pause und nach der Veranstaltung gesorgt.

Wir freuen uns auf Euer kommen,
kreisquadratische Grüße!
Theater KQ

Danke für das Naturaliensponsoring an folgende Partner:

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Danke an die Stadträtin Lisa Rücker für das zur Verfügung stellen des Literaturhauses!

stadt graz

 

 

Wir haben gewonnen!

Ö1 suchte nach radiophonen Wesen. Wir, die KPKQ (KünstlerInnen-Plattform KreisQuadratur) konnten mehrere finden und nahmen teil, beim Ö1-Wettbewerb „Track 5′“.

Einer der beiden eingesandten Beiträge hat es zuerst ins Finale, dann auf Platz 1 geschafft. Wir bedanken uns bei Allen, die für uns gevotet haben und uns unterstützten. Der Titel lautet „FernWeh“. Hier der Link zu Seite http://oe1.orf.at/track5

Der zweite Beitrag kann auf www./soundcloud….. in Kürze gehört werden.

Es hat Spaß gemacht und hauptsächlich die Postproduction war viel Arbeit!
Danke, Herr Mann! Danke, Jean d’Arc!

Theorie-Terror?

Wir bekennen uns dazu: Wir sind T(h)e(o)r(r)isten, doch weder arbeitsscheu noch praxisfern. Theorie gehört zum Theater. Sie bedingen und brauchen sich gegenseitig. Deshalb machen auch wir uns unsere Gedanken darüber. Ein Auszug daraus:

Theatertheoretische Elemente: Warum ästhetisch-performatives (afformatives) Drama?

Bedeutet postdramatisches Theater eine Aufhebung des „Erzählens“ einer linearen Geschichte, so genügt der Begriff „postdramatisches Theater“ nicht alleine um unser Projekt zu beschreiben. Denn wir erzählen sehr wohl eine Geschichte. Die Geschichte einer Gesellschaft in der sich die Menschen – obwohl biologisch, anthropologisch und psychologisch nahe – zunehmend physisch und sozial voneinander entfernt haben. Eine Gesellschaft in der – zumindest in der westlichen Zivilisation – dem Ausüben eines manischen Individualismus nachgejagt wird, das Kollektiv und die Gemeinschaft jedoch zunehmend mittels Ellbogenstrategien verdrängt werden. Dazu kommt, dass über subtile Strategien Rollenbilder geformt werden, von denen der/die Einzelne denkt sie erfüllen zu müssen und dabei den Eindruck behält, die Entscheidungen für diese Rollen wären autonome Entscheidungen – in Wahrheit folgen wir schon längst nicht mehr unserem Willen oder unserer Intuition, sondern sind in einer Art Endlosschleife gefangen, die es auf Dauer unmöglich macht Entscheidungen zu treffen und dem Leben einen Sinn oder zumindest einen Ton bzw. eine Farbe zu verleihen.

Ton und Farbe stehen in unserem Projekt dabei einerseits für die Ästhetik des Bühnenbildes und der Kostüme, andererseits für die Musik von Michael Renath. Der mögliche Sinn wird über den Text (Susanne Lindlar/Tanja Peball), sowie über Zitate von Johann Gottfried von Herder, Friedrich Nietzsche über Niklas Luhmann bis hin zu Jean-Francois Lyotard und Douglas Rushkoff geliefert und zur Anregung beigemischt.

Alle Element die wir einsetzen, sollen ein Gesamtbild ergeben und gemeinsam ein und dieselbe Situation kommentieren: die Tatsache, dass wir uns einen Käfig von Regelmechanismen geschaffen haben, den wir schon längst nicht mehr unter Kontrolle haben und dem wir nicht einmal mehr gedanklich über die Vernunft entfliehen können – denn auch die Alternativen sind bereits vereinnahmt und geprägt von vorgefertigten Rollen. Was kommt danach? Was geschieht, wenn nichts mehr zwischen den Menschen geschieht, dass sie bewegt?

Beantworten wird dieses ästhetisch-performative (afformative?) Drama diese Fragen wohl nicht, aber versuchen, sie in ihrer Brisanz und Notwendigkeit zu stellen und zu thematisieren. Denn es sind dringende und drängende Fragen, mit denen wir uns als Menschen nicht oft genug konfrontieren können.

ZPS Aktion

Was der Theatermacher Philip Ruch und das Zentrum für politische Schönheit machen inspiriert, macht Mut und lässt endlich Überlegungen einer aktionistisch-schlingensiefschen Nachfolge zu. Das Thema einer AußerParlamentarischen Opposition bekommt wieder Aktualität. Deshalb verfolgen wir die Aktionen des ZPS mit Neugier. Wer dies auch tun will sollte sich unbedingt diesen Vortrag ansehen und diesen Artikel lesen.